Judiths Blog: Meine Erkenntnisse der Woche
Jeden Tag erlebe ich als Mutter von drei wunderbaren Jungs, als Ehefrau, als Hörgeschädigtenpädagogin, als einfühlsame Frau, als Tochter, als mitfühlende Freundin, als Theta Healerin, als Musikerin, als Yoga Lehrerin in so vielen Rollen so viele berührende Momente der Einsicht, die ich hier gerne Woche für Woche mit euch teilen möchte.

Ich gehe durch die Trigger und Herausforderungen hindurch für meine eigene Freiheit
In unserem Garten wuchert nun schon seit längerer Zeit ein wilder Bambus, der von den Vorbesitzern gepflanzt wurde. Mein Partner und ich wissen irgendwo unterschwellig seit mehreren Monaten, dass wir uns diesem Problem stellen sollten. Es fühlte sich nur einfach so monströs riesig und unbewältigbar an. Der Bambus ist so massiv und hart, dass wir den mit unseren Werkzeugen und unserer Kraft auf keinen Fall entfernen können. Die Entfernung kostet so viel, dass das unsere finanziellen Möglichkeiten vollkommen übersteigt. Zusätzlich sind wir mit unseren drei wunderbaren und gleichzeitig manchmal herausfordernden Jungs und dem Haushalt und unserer Arbeit und unserer Vision ;-) so vollkommen bis ans Limit ausgelastet. Naja, so kam es dazu, dass wir nichts taten. Der Bambus tat immer mehr und das Problem war für uns nur scheinbar weg. Wir hatten eine Leichtigkeit damit, die unterschwellig ganz schön belastete. Nun hatten wir, aus guten Gründen, vorrangig aus Selbstschutz und Fürsorge für die Familie so lange gewartet, bis uns die Nachbarn einen Brief mit einem Ultimatum schickten. Die Bedingungen haben sich nicht verändert, es hat sich nur alles viel mehr zugespitzt und ist noch viel unangenehmer und belastender geworden. Heute gingen wir einfach zu den Nachbarn, um alles zu klären und es war ein sehr nettes Gespräch. Wir wissen immernoch nicht genau, wie wir die Beseitigung bewältigen wollen, kommen aber immer mehr ins Vertrauen und ins Handeln, dass sich ein guter Weg für uns alle finden wird.
Diese Erfahrung hat mich an so viele psychische Herausforderungen und Belastungen erinnert. Die eigentliche Schwere kommt durch das Verdrängen und dem Prozess ausweichen. Und wie viel Wunder und Erleichterung darin steckt, die Dinge anzugehen und endlich wieder in richtige, wahrhaftige Leichtigkeit zu kommen, die nicht von schlummernen Belastungen getrübt wird.
Lass dich gerne davon inspirieren und pack die Themen und Trigger, die sich im Alltag zeigen, direkt an. So kannst du sie direkt begreifen, sehen und alles wichtige tun, bevor alles noch viel drückender und unangenehmer wird.
KW 35

Voll und ganz bei mir sein und meiner inneren Stimme folgen ist manchmal echt schwer
Gestern Abend war ich so erschöpft und traurig über meine Entscheidungen an dem gestrigen Tag. Es kamen einige Situationen zusammen, in denen ich durch äußere Eindrücke so von meiner eigenen Intuition abgelenkt war, dass ich Entscheidungen traf, die so gar nicht zu mir passten. Direkt morgends hatte ich einen U7 Termin für meinen jüngsten Sohn. Da noch Ferien sind, waren die zwei größeren Brüder auch dabei. Als die Arzthelferin kam und meinen jüngsten Sohn aufrief, fand sie es besser, dass meine größeren Kinder im Wartezimmer warten sollten. Der Raum, in den wir gehen wollten, war recht klein. Wir hatten eh schon lange gewartet und ich hatte einige Emotionen sowie Entscheidungen mitbegleitet und mein Jüngster hatte keine Lust auf den Kinderarzt. Ich überging dann mein komisches, flaues Gefühl und ließ meine älteren beiden Jungs, ohne sie zu fragen, ob es für sie okay sei, in dem Wartezimmer. Als wir nach einiger Zeit zurück kamen, erzählten mir beide aufgebracht, dass sie einen Streit hatten und es auch körperlich wurde. Ich war mit mir als Mutter unzufrieden und gleichzeitig konnte ich die Situation für mich und für meine Kinder als Entwicklungspotenzial begreifen. Wenn ich beim Kinderarzt bin, nehme ich so viele kleine Nuancen der Emotionen Anderer wahr, dass es mir schwer fällt, bei meinem Bauchgefühl und meinen Kindern zu bleiben. Gefeiert habe ich dann aber die darauf folgende nächste Situation, in der die Arzthelferin erneut mit mir und meinem Jüngsten einen Test in einem anderen Zimmer durchführen wollte und ich einfach klar formulierte, dass ich mit den anderen Kindern zusammen bleiben möchte. Es war dann überhaupt kein Problem auf meinen Wunsch einzugehen. Wie schön ist es, wenn wir klar fühlen und formulieren können, was uns wichtig ist. Und dann war es für mich so schön wahrnzunehmen, wie schnell ich auf die Lernerfahrung eingehen konnte und in der für mich herausfordernden und anstrengenden Situation direkt eine Veränderung bewirken konnte. So stimmig! Es ist nicht wichtig, dass wir unsere innere Stimme immer sofort verstehen und nach ihr handeln. Es ist so schön diese manchmal sehr leise Stimme immer besser kennenzulernen und mit ihr zu wachsen und ihr zu helfen, so oft wie eben möglich einen Ausdruck zu verleihen. So wird die Reise durch unser Leben geleitet von unserer inneren Stimme von Tag zu Tag klarer.
KW 33

Manchmal ist mein Wunsch am Ende gar nicht das, was ich wirklich will
Vor drei Wochen habe ich mir einen jahrelangen Wunsch nach einem Nasenpiercing erfüllt. Ich war leicht und beschwingt und voller Vorfreude. Schon vor meinem Termin gab es eine "leise" Stimme, die fragte, ob es vor dem Urlaub eine gute Idee sei. Meine jahrelange Vorfreude war so groß, dass ich diese Frage überhörte und dann endlich mein Piercing hatte. Schon gleich nach dem Stechen und in den Tagen danach fühlte es sich nicht so schön und wunderbar an, wie ich es mir vorgestellt hatte. Die Einschränkungen, die mit dem Piercing einhergingen, waren so viel größer, als ich mir das hätte ausmalen können. Gerade mit meinen jungen Kindern pasierten immer wieder Zusammenstöße mit dem Piercing, die echt schmerzten. Ich fragte mich, ob es das nun Wert gewesen sei? Zusätzlich bildete sich nach zwei Wochen über dem Piercing eine Art Pickel (Wildfleisch). Ich hatte mir selbst Heilung geschickt und bei Anderen erbeten. Zwei Tage danach habe ich ganz leicht meine Nase geputzt und auf einmal lag das Piercing am Boden. Es kam mir vor, als hätte mein Körper sich gereinigt und den Weg selber beschlossen, wie er heilen möchte. Erst war da ein Schreck und gleich danach so eine tiefe Erleichterung. Ich konnte wieder freier Atmen und mich bewegen und habe nicht den ganzen Tag latent einen Schmerz gefühlt. Für mich war dann auf einmal klar, dass nicht alles, was ich mir für mich schön und richtig vorstelle, weil es bei Anderen ja auch schön ist, wirklich für mich bestimmt ist. Meine Familie meldete mir noch am selben Tag zurück, wie viel entspannter und wie viel mehr ich auf einmal wieder war. Schönheit hängt für mich nicht davon ab, was ich an mir äußerlich verändere. Das Strahlen und Funkeln der Schönheit kommt aus dem Inneren.
KW 32

Ich liebe die Gegensätzlichkeit
Kennt ihr das Gefühl, auf der einen Seite ist alles zu viel und ihr wollt euch einfach nur zurückziehen, Ruhe vor der Weiterentwicklung und dann auf der anderen Seite feiert ihr euch dafür, wie viel sich genau in diesem Moment bei euch verändert und neu entstehen darf. Ich lerne immer mehr, dass ich mich auf das Unverlässliche, das Unstete, die Veränderung verlassen darf. Und ich lerne immer mehr jeden Trigger im Alltag einzuladen und verstehen zu wollen, damit ich alle Geschenke und alle Lernthemen aus jeder Situation mitnehmen kann. Aktuell wird es mir gleichzeitig auch oft einfach ein zu viel an Themen und Triggern. Es ist ein absolutes Sowohl als auch in der Luft und genau mit und in dieser Ambivalenz nehme ich mich und die Welt an. Aktuell beruhigt mich so sehr, dass diese Unruhe gefühlt der Zeitgeist bei vielen Menschen ist. Wir alle werden zur Veränderung, zum Hinschauen aufgerufen und dürfen nun losgehen. Veränderung war und ist aber noch nie nur einfach, manchmal ist es gleichzeitig das Beste und Wichtigste sowie Schlimmste und Herausfordenste gleichzeitig.
KW 28

Ich heiße die unkomfortablen Wege willkommen...
So lange schon orientiere ich mich sehr stark daran, was Andere von mir erwarten und was die "Norm" ist. Ich wollte immer, dass mich alle mögen, dass ich überall gerne gesehen und angenommen bin. Die Angst der Ablehnung und Isolierung war riesig. Gerade gehe ich seit Wochen durch einen Veränderungsprozess, der mir Schritt für Schritt immer mehr zeigt, dass ich mich nie mehr anpassen oder verbiegen möchte nur um der Frieden willen oder dafür, dass sich alle gut fühlen. Meine Werte, mein eigener Wert, meine Meinung und meine Freiheit ist mir durch diesen Wachstumsprozess so wichtig geworden, dass ich dafür dann auch Ablehnung annehmen kann. Das ist nicht der komfortable Weg, viel lieber wäre es mir sowie ich bin und mich zeige immer geliebt zu sein. Ich gehe meinen Weg ohne Verstecken und ohne verbiegen sehr gerne und stelle mich dann meinen Themen, die dadurch entstehen und aufgelöst werden dürfen.
KW 27

Ich bin mit allem eins und alles kommt zur Ruhe!
Bei meiner letzten Theta Healing Session wurde es mir wieder ganz bewusst. Es ist so unglaublich schön zu spüren, dass wir alle ganz ähnliche Themen haben und Gefühle mit denen wir uns beschäftigen. Ich kenne den Gedanken so gut: Alle anderen haben ein gutes und leichtes Leben. Wer sind überhaupt diese Anderen? Und dann wachgerüttelt zu werden, in einem aufrichtigen, verbindenden Gespräch oder in einer Session, wie viele innere Konflikte wir alle mit uns rumtragen, dass lässt mich so eine tiefe Verbindung zu allen Menschen dieser Welt fühlen. Dieses Gefühl von Einssein habe ich beim Yoga, beim Singen, in allen Flow Momenten, in denen ich die Zeit vergesse und auch in jeder Theta Healing Session, die ich gebe oder empfange. Dieser Zustand erdet mich, heilt mich jedes mal ein bisschen mehr, versöhnt mich Schritt für Schritt mit meiner Geschichte und gibt mir so viel Hoffnung und Zuversicht für die Zukunft.